Lagerverwaltung Zahnarztpraxis

Materialverwaltung in der Zahnarztpraxis

Warum ich mich mit dem Thema Materialwirtschaft beschäftige. Und warum Sie es auch tun sollten.

Ich weiß - auf den ersten Blick gibt es wirklich spannendere Themen als die Lagerverwaltung für Zahnarztpraxen.
Zumindest kann ich von mir nicht behaupten, dass ich mich als junger Assistenzarzt über die von meinem damaligen Chef erteilte Aufgabe, mich im Rahmen des QM um ein Warenwirtschaftssystem zu kümmern, wirklich freute.

Je mehr ich mich mit dem Thema Materialverwaltung beschäftigte, umso mehr Gefallen fand ich jedoch an diesem zugegebenermaßen anfänglich recht unspektakulär daherkommenden Thema.
Bevor ich jetzt direkt auf die zahlreichen Vorteile einer modernen Lagerverwaltung (welche ich mittlerweile kennen gelernt habe) zu sprechen kommen, sollten wir uns kurz mit dem Begriff an sich befassen.

Was steckt eigentlich hinter dem Begriff Warenwirtschaft?

Das beliebte online Lexikon “Wikipedia” würde es so ausdrücken:

“Die Materialwirtschaft oder Warenwirtschaft, beschäftigt sich mit der Verwaltung sowie der zeitlichen, mengenmäßigen, qualitativen und eventuell auch räumlichen Planung und Steuerung der Materialbewegungen innerhalb eines Unternehmens sowie zwischen dem Unternehmen und seiner Umwelt.”

Auf die Zahnarztpraxis bezogen und in verständliche Sprache übersetzt, könnte man die Grundfunktion einer Warenwirtschaft wie folgt definieren:

“Eine Warenwirtschaft sorgt dafür, dass in der Praxis immer alle benötigten Materialien in genau ausreichender Menge vorhanden sind”

Um diese Aufgabe zu erfüllen muss eine Warenwirtschaft den gesamten Materialkreislauf in einer Praxis abdecken. Dieser fängt beim bestellen bzw. dem Einkauf der Ware an, geht über das Einbuchen der Ware in das Lager wenn die Bestellung geliefert wird und beginnt nach dem Ausbuchen der Ware, wenn diese verbraucht wurde, wieder mit dem Bestellen der Ware von vorne.

Warum brauche ich eine Lagerverwaltung in der Zahnarztpraxis?

Zur Beantwortung dieser Frage, sollten wir uns zunächst einige Zahlen und Fakten aus dem statistischen Jahrbuch der KZBV 2009 anschauen.
Nach dessen Angaben betragen die Aufwendungen für Verbrauchsmaterialien ca. 10% der Gesamtkosten. Daraus resultieren Kosten für Verbrauchsmaterialien von über 25.500 € (Und das bei einer ganz durchschnittlichen Praxis - wir haben in unserer damaligen Zweibehandlerpraxis 2011 für über 50.000 € Material bezogen). Um eine reibungslose Patientenversorgung gewähren zu können, muss die “normale” Zahnarztpraxis über 500 unterschiedliche Verbauchsmaterialien ständig auf Lager haben. Diese Materialien können theoretisch von über 250 unterschiedlichen Händlern bezogen werden.

Aus diesen Zahlen wird deutlich, dass sich eine nähere Beschäftigung mit dem Thema Materialverwaltung für den Zahnarzt allein aus wirtschaftlichen Gründen lohnen könnte.
Eine moderne Materialverwaltung sorgt nämlich nicht nur dafür, dass die benötigten Materialien immer in ausreichender Menge in der Praxis vorhanden sind. Eine gute Lagerverwaltung unterstützt Sie beim Einkauf von Materialien mit gezielten Bestellvorschlägen, ermöglicht evt. einen Preisvergleich zwischen verschiedenen Anbietern, dokumentiert Chargen und Verfallsdaten, übernimmt die Lieferantenverwaltung und liefert eine ausführliche Verbrauchsstatistik.

Im täglichen Praxisalltag führt dies zu zahlreichen Vorteilen von denen hier nur einige erwähnt sind: 

Im nächsten Artikel gehe ich darauf ein, wie meiner Meinung nach ein optimales Programm für die Materialverwaltung in Zahnarztpraxen aussehen sollte.

bewerbungsfoto ausschnitt sw Dieser Artikel wurde von Dr. Simon Prieß geschrieben.

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